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E-Mail von Malta Media bestätigt KI-Avatar in Videos von Michael Schmitt

Tribuna berichtete über eine Bestätigung aus dem allgemeinen Postfach von Malta Media, konnte die Identität der Person, die als Schmitt antwortete, jedoch nicht unabhängig überprüfen.

Eine von der allgemeinen Adresse von Malta Media versandte und mit Michael Schmitt unterzeichnete E-Mail bestätigte laut Tribuna, dass Videos, die den Redakteur des Mediums zeigen, seinen KI-Avatar verwendeten. Der Austausch folgte auf Fragen zu den Clips und zum Verschwinden seines persönlichen LinkedIn-Profils.

Tribuna veröffentlichte seinen Bericht am 13. Oktober 2026, nachdem es Malta Media am Vortag kontaktiert hatte. Die antwortende Person erklärte, Schmitt gehe es gut, und schrieb: „Und das ist mein KI-Avatar in den Videos.“ 

Die Bestätigung betrifft die Herstellung der Videos. Sie belegt nicht unabhängig, wer die E-Mail verfasste, die Konten kontrollierte oder das Material freigab.

Tribuna bat um ein Gespräch zur Identitätsprüfung. Nach einem anfänglichen Einwand bot das Medium ein kurzes, nicht aufgezeichnetes Videogespräch oder eine andere verlässliche Möglichkeit zur Feststellung der Identität an. Nach eigenen Angaben erhielt es bis zur Veröffentlichung keine weitere Antwort und bewahrte Screenshots der Korrespondenz auf. 

LinkedIn-Profil verschwand, während weiterhin Artikel erschienen

Fragen zu Schmitts Online-Präsenz bestanden bereits vor dem Austausch im Oktober. Gambling Club berichtete am 4. Juli, sein persönliches LinkedIn-Profil sei nicht mehr öffentlich sichtbar, obwohl Malta Media weiterhin Artikel unter seinem Namen veröffentlichte.

LinkedIn war ein wichtiger Verbreitungskanal für seine Berichte über Eigentümerstrukturen im Glücksspiel, Regulierungsfragen und Unternehmensstreitigkeiten gewesen. Der Bericht vom Juli klärte weder, warum das Profil verschwunden war, noch ob die Änderung dauerhaft war. 

Tribuna erklärte, eine frühere Anfrage vom 6. Juli sei unbeantwortet geblieben. Außerdem bezeichnete das Medium einen Beitrag vom 4. Juli auf Schmitts X-Konto als das früheste von ihm gefundene KI-Video. Diese Chronologie betrifft das von Tribuna aufgefundene Material und ist kein verifiziertes Verzeichnis sämtlicher unter seinem Namen veröffentlichter Videos. 

Ein nicht verfügbares Social-Media-Profil und eine erfolglose Anfrage zur Identitätsprüfung lassen Fragen offen. Keines von beidem belegt, dass jemand Schmitts Identität missbraucht oder dass er in Gefahr ist.

Malta Media setzt Kritik an Casino Secrets fort

Die Fragen zur Identitätsprüfung kamen auf, während Malta Media Kritik am Projekt Casino Secrets der Journalistin Lilith Wittmann veröffentlichte, das Glücksspielunternehmen und Regulierungssysteme untersucht.

Ein am 7. Oktober unter Schmitts Namen erschienener Artikel hinterfragte die Beschaffung regulatorischer Dokumente und den Umgang mit personenbezogenen Daten. Malta Media erklärte, seine Bedenken beträfen unter anderem Passkennungen, Geburtsdaten und Wohnadressen in öffentlich zugänglichen Dateien.

Diese Beschreibungen sind Angaben von Malta Media über das Archiv. Der Artikel unterschied seine Kritik an den Beschaffungs- und Veröffentlichungsmethoden von den Fragen von öffentlichem Interesse, die Recherchen zu Glücksspielunternehmen aufwerfen. 

Malta Media erklärte außerdem, Datenschutzbehörden in Deutschland, Malta und Curaçao zu kontaktieren, sich an Staatsanwälte in Berlin zu wenden und Meldeverfahren von Infrastrukturanbietern zu nutzen, darunter der Domainregistrar und Cloudflare.

Dabei handelte es sich um Schritte, die das Medium nach eigenen Angaben unternahm. Sie belegen für sich genommen nicht, dass eine Behörde ein Fehlverhalten festgestellt oder die Entfernung von Material angeordnet hat. Der Artikel selbst räumte ein, dass rechtliche Bewertungen konkreter Handlungen den zuständigen Behörden und Gerichten obliegen. 

Der von Tribuna geschilderte Austausch bestätigt einen enger gefassten Punkt zu den Videos: Die Antwort aus dem Postfach von Malta Media beschrieb sie als Videos mit einem KI-Avatar. Eine unabhängige Überprüfung der Identität der antwortenden Person stand bei Veröffentlichung durch Tribuna weiterhin aus.

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