Mosambiks Online-Casino-Regeln treten am 20. November in Kraft
Mosambiks neues Online-Casino-Regelwerk führt Vorgaben zu lokaler Beteiligung, Kapital und Spielerschutz ein. Ein Termin für den kommerziellen Marktstart ist jedoch noch nicht bestätigt.

Mosambiks neue Online-Casino-Vorschriften treten am 20. November 2026 in Kraft und legen Anforderungen für Unternehmen fest, die eine Betriebserlaubnis im Land anstreben.
Das Datum markiert das Inkrafttreten des Regelwerks und nicht den Start lizenzierter Plattformen. Betreiber müssen zunächst eine Konzession und eine Betriebslizenz erhalten. Die Spielsysteme unterliegen einer Zertifizierung und behördlichen Genehmigung. Laut iGaming Business wurden weder ein Termin für den Beginn der Antragstellung noch ein bestätigter Zeitplan für den kommerziellen Start bekannt gegeben.
Lokale Beteiligung und finanzielle Anforderungen
Betreiber müssen eine Aktiengesellschaft nach mosambikanischem Recht gründen und ein Mindestaktienkapital von 100 Millionen MZN, rund 1,56 Millionen US-Dollar, vorhalten.
Die Beteiligungsvorschrift enthält eine Einschränkung: Gehören juristische Personen zu den Aktionären, müssen mindestens 26 % des eingezahlten Kapitals mosambikanischen Aktionären gehören, die im Land registriert sind.
Betreiber müssen außerdem zwei anfängliche Sicherheiten von insgesamt 25 Millionen MZN, rund 391.000 US-Dollar, stellen. Davon decken 15 Millionen MZN gesetzliche Verpflichtungen ab, darunter Spielerguthaben und mögliche Geldbußen. Weitere 10 Millionen MZN sichern die Zahlung der besonderen Glücksspielsteuer.
Das Regelwerk sieht zwei separate vertragliche Beiträge von jeweils mindestens 2,5 % der jährlichen Einnahmen nach Auszahlung der Gewinne vor. Zusammen ergeben sie mindestens 5 %, zusätzlich zur Glücksspielsteuer. Ein Beitrag dient sozialen Zwecken und der gesellschaftlichen Verantwortung, der andere der Tourismusentwicklung ohne Glücksspielbezug.
Inländische Zahlungen und Datenspeicherung
Zugelassene Plattformen müssen eine .mz-Domain verwenden. Einzahlungen auf Spielerkonten müssen in Meticais erfolgen und über genehmigte inländische Zahlungskanäle abgewickelt werden.
Beantragte Auszahlungen müssen innerhalb von 48 Stunden überwiesen werden. Betreiber müssen Glücksspieldaten mindestens zehn Jahre in Mosambik speichern und sich mindestens jährlich technischen Prüfungen unterziehen. Damit zählen inländische Infrastruktur und Zahlungsvereinbarungen zu den praktischen Voraussetzungen für den Markteintritt.
Verpflichtende Spielerschutzinstrumente
Spieler müssen bei der Registrierung tägliche, wöchentliche und monatliche Einzahlungslimits festlegen. Selbstsperren müssen sofort wirksam werden und mindestens drei Monate bestehen bleiben.
Potenzielle Betreiber müssen somit finanzielle, technische und spielerschutzbezogene Pflichten erfüllen, bevor sie Kunden annehmen. Das Inkrafttreten am 20. November allein berechtigt ein Unternehmen nicht zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs.
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